20
JAHRE OPTIMAL
INDEPENDENT RECORD STORE
Deutschlands bestsortierter Independent Record Store, eine Institution
im Schallplatteneinzelhandel Münchens, feiert sein 20jähriges
Bestehen. 1982 von Peter Blaha und Peter Wacha (aka Upstart) im Zuge
der DIY (Do It Yourself) / Punk / Anarcho Bewegung, beide damals gerade
volljährig, mit einer Kapitaldecke von gerade mal 7000 Märkern
und guten Kontakten im sich gerade entstehenden Netzwerk unabhängiger
Labels und Vertriebe gegründet. Im Netzwerk mit jungen Läden
wie RipOff (Hamburg), Zensor (Berlin), Normal (Bonn) und Rough Trade
(London) entstand eine neue Vertiebsstruktur, die es den nun wie Pilze
aus dem Boden schiessenden neuen „Indie-Labels“ erlaubte,
Absatzzahlen zu erreichen, von denen man vorher nicht zu träumen
wagte, die bis dato nur den Majorlabels möglich waren und die
somit ihre Monopolstellung verloren. Right time, right place: So fand
man 1982 im ersten Optimal in der Hans-Sachs-Str. 13 die neuesten
Indedpendent Produktionen, vor allem in den Bereichen Punk, New Wave,
Reggae und World Music. Bald verkaufte man auch die ersten Tape Mitschnitte
von Afrika Bambaataa, Eigenimporte aus USA und England. Die ersten
Singles der Toten Hosen oder Nirvanas gingen hier ebenso über
die Theke wie die erste Ausgabe des Spex oder Frontpages. 1985 dann
der Umzug in die Jahnstrasse, da die Kundschaft und der Lautstärkepegel
den Anwohnern missfiel. Dort wurde die Mannschaft bald von Christios
Davidopolous und Rainer Hoinka verstärkt, beides Musikfreaks
mit akademischen Diploma. Es folgten noch zwei Umzüge, sowie
letztens die Auslagerung der explodierenden HipHop Abteilung in den
Innenhof des Kolosseums. Heute zählt der Laden mit über
200 qm Verkaufsfläche zu den grössten Independent Record
Stores auf der Welt, mehr als 10 feste und freie Mitarbeiter geben
fachkündige Auskunft und so mancher Tip hat vielen Kunden ganz
neue (Sound-) Welten eröffnet. Der Einfluss des Optimals in Münchens
Musik und Clubkultur ist denkbar gross und kein Musikinteressierte
kommt an diesem Laden vorbei. Er ist Treffpunkt und Infostelle der
Münchner Bands, Veranstalter, DJs, Club- und Kneipenbetreiber
und natürlich für jeden Musik- interessierten eine nie endende
Quelle neuer, ausgefallener und rarer Tonträger . Viele der Mitarbeiter
sind überaus aktiv in der Münchner Musikszene tätig,
Christos Davidopolous zählt zu den fachkundigsten Musikfachleuten
in dieser Stadt, stellte für Trikont eine musikhistorisch bedeutende
Rembetiko Compilation zusammen, Lester Jones veröffentlichte
mehrere Techno Compilations, Richie betreibt das hochgeschätzte
Pasta Label und nicht zuletzt der umtriebige Upstart war und ist für
unzählige Konzert-Veranstaltungen verantworlich, Betreiber der
Labels Disko B, Sub-Up-Records, Chicksonspeedrecords und Teilhaber
des Ultraschall Electronic Music Clubs, der die Elite der Techno-
und Elektronik Produzenten in die Stadt holte. |
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Optimal
feiert mit Festival 20-jähriges Jubiläum
Der von Peter Blaha und Peter Wacha im Jahr 1982 gegründete Plattenladen
Optimal feiert Anfang Dezember mit einem Festival sein 20-jähriges
Jubiläum. musikwoche.de stellt den Shop mit einem Vinyl-Anteil
von rund 90 Prozent vor. "Du brauchst für jede Musik den
richtigen Fachidioten", erklärt Optimal-Mitarbeiter Lester
Jones im Gespräch mit musikwoche.de. Deshalb sind viele der mehr
als zehn festen und freien Mitarbeiter nicht nur als DJs in Münchens
Musikszene aktiv. So stelite etwa Christos Davidopoulos, den Jones
zu den kundigsten Musik- fachleuten der Stadt zählt, für
das Label Trikont die Compilation "Rembetika - Songs Of The Greek
Underground 1925-1947" zusammen. Jones selber veröffentlichte
Techno-Kopplungen wie eine aktuelle Compilation des Labeis Kurbel,
und Richard Rieger betreibt das Label Pasta. Ladenmitbegründer
Peter Wacha, bekannt als Upstart, betreut die Labels Disko B, Sub-Up-Records
und Chicksonspeedrecords und ist am Klub Ultraschall beteiligt. Wacha,
stiller Teilhaber des Ladens, gründete Optimal 1982 mit Peter
Blaha, der heute noch die Geschäfte leitet. Beide waren da gerade
volljährig und verfügten über eine Kapitaldecke von
7000 Mark. Mit diesen Voraussetzungen schafften sie die Anknüpfung
an das damals entstehende Netzwerk unabhängiger Labels, Vertriebe
und Läden. Am ersten Standort in der Hans-Sachs-Straße
setzte das Optimal-Team überwiegend auf Punk, New Wave, Reggae
und Weltmusik. Nach drei Umzügen residiert das Optimal heute
in der Kolosseumstraße im Glockenbachviertel. Mit einer Verkaufsftäche
von rund 200 Quadratmetern zähit Optimal nach Einschätzung
von Jones "zu den größten Independent Record Stores
auf der Welt". Neben Techno, House, Elektronika, Reggae und klassischen
Independent-Veröffentlichungen legt Davidopoulos auch verstärkten
Wert auf Genres wie Filmmusik, Soul, Jazz, Easy Listening und Weltmusik.
Und das alles zumeist auf Vinyl, wie auch die zwölf Plattenspieler
zum Vorhören belegen. CDs steuern nur rund zehn Prozent zu den
Umsätzen des Geschäfts bei. Wie Jones erläutert, reichen
die Echt Optimal Schallplatten GmbH Geschäftszahlen im laufenden
Jahr dennoch nicht ganz an die des Jahres 2001 heran. Unter anderem
führt er dies auf die Preise für Vinyl-Importe zurück:"Die
Vinylpreise waren bis etwa zur Mitte des Jahres zu hoch, jetzt entwickelt
es sich wieder etwas besser." Im Jahr 2001 lagerte das Optimal-Team
die"explodierende" HipHop-Abteilung in einen eigenen Laden
im Innenhof des Gebäudekomplexes aus. Dieser Schritt, der gleichzeitig
eine Vergrößerung der R&B Abteilung ermöglichte,
sei von den Kunden gut angenommen worden. Als mittelfristiges Ziel
schwebt den Machern zudem ein Mailorder-Projekt vor. Am 6. Dezember
feiert Optimal mit einem Festival Jubiläum: In der Blumenbar
im Alten Kongresszentrum spielen unter anderem Acts wie The Notwist,
FSK und Attwenger auftreten; zahlreiche DJ-Sets, natürlich auch
von Optimal-Mitarbeitern, vervollständigen das Programm. quelle:
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